“Bildung ist die mächtigste Waffe, die du verwenden kannst, um die Welt zu verändern.”

Nelson Mandela

Bildung für Kinder liegt mir am Herzen. Sie ist ein echter Game Changer in armen Ländern, denn sie öffnet das Tor zur Selbstbestimmung und echten Perspektiven. Mit Summits4Hope unterstütze ich Projekte, die Kindern die Tore zur Schulbank öffnen.

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Strassenkinder – Verloren ohne Hilfe

Laut Unicef leben weltweit rund 100'000'000 Kinder auf der Strasse - 33'000'000 dauerhaft ohne ihre Eltern. Obdachlos, ohne Zukunftsperspektiven, ausgenützt und missbraucht. So schlagen sie sich als Gelegenheitsarbeiter, Kinderprostituierte oder Kleindealer durch.

Sie gehen nicht zur Schule und betäuben ihr Leid mit Schnüffeln von Klebstoff oder Alkohol. Viele sind zudem krank, infiziert mit Tuberkulose und HIV. Das harte Leben auf der Strasse löst psychische Störungen und Ängste aus. Aggression und Selbstzerstörung sind die Folge.

Strassenkinder gibt es überall auf der Welt. 19'000'000 allein in Indien. 7'000'000 in Brasilien. 500'000 in Peru. 1'300'000 in den USA.

 

Mein Fokus:

Strassenkinder in Kenia

 

In Kenia leben 300'000 Kinder auf der Strasse - 50'000 allein in Nairobi. Verantwortungslosigkeit, finanzielle Nöte (mehr als 60% leben unter der Armutsgrenze), sexueller Missbrauch, zerbrochene Familien, Randgruppen, Drogenmissbrauch oder der Tod der Eltern treiben sie in diese Sackgasse ohne Ausweg aus eigener Kraft. Oder sie kommen vom Land in die Städte mit der Hoffnung, Arbeit zu finden und Geld zu verdienen - ohne Erfolg. So landen sie auf der Strasse und bilden Leidensgemeinschaften um zu überleben. Schon nach wenigen Jahren sind sie kaum mehr resozialisierbar.

Bis zu 90% aller Strassenkinder in Kenia sind drogenabhängig, Kleber ist das billigste und gängigste Rauschmittel. Kleber macht empfindungsfrei und tötet alle Emotionen, so auch das Hungergefühl. Ich habe dieses Elend gesehen und war zutiefst erschüttert.

Sie geben eine echte Chance auf eine menschenwürdige Zukunft mit Perspektive:

Street Children’s Assistance Network of Nakuru (SCANN)

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SCANN wurde im Jahr 1997 von Shamsher Gilani, Geschäftsführer eines grossen Familien-Unternehmens in Nakuru, gegründet. Unter seiner Führung gelang es, viele gemeinnützige örtliche Organisationen in einem für Kenia einzigartigen Projekt zu vereinen.

 

Noch heute zieht Shamsher nachts los, um in den Slums von Nakuru verwahrloste Waisen der Strasse aufzuspüren. Sie leben ohne Hoffnung, besitzen nichts, ausser die Lumpen an ihrem Leib, und wissen nicht, ob oder wann sie wieder etwas Essen werden. Er überlässt jedem einzelnen Kind die Wahl: das Leben auf der Strasse oder eine Zukunft bei SCANN.

 

SCANNs primäres Ziel ist es, diesen Kindern dank Bildung eine selbstbestimmte Zukunft zu schenken. Von zentraler Bedeutung ist dabei die Resozialisierung, Essen, Kleidung, ein Zuhause und die medizinische Versorgung. Zwischen 130 und 150 Jungs leben in diesem Heim. Dort werden sie rund um die Uhr betreut und besuchen lokale Schulen in Nakuru.

 

Zurück ins Alltagsleben werden die Jungs erst zurück geführt, nachdem sie nach der Primar- auch die Sekundarschule und eine Fachausbildung abgeschlossen haben. Den besten Schülern wird zudem auch noch das in der Regel vier Jahre dauernde Universitäts-Studium bezahlt. Seit den bescheidenen Anfängen im Jahr 1997 haben insgesamt 65 Jungs eine Fachausbildung oder ein Studium abgeschlossen. Von der Strasse weg in ein selbstbestimmtes Leben – denn auch in Strassenkindern steckt ein enormes Potential!

 

Dank dem gemeinnützigen Einsatz von Shamsher und seinen Helfern werden bei SCANN keinerlei Spendengelder für administrative Kosten abgezweigt. Jeder Spendenbetrag kommt direkt den Kindern zugute.

 

Mit Summits4Hope finanziere ich in Zusammenarbeit mit we care 4 einen signifikanten Anteil der anfallenden Schulgebühren. Im Juli 2016 habe ich SCANN besucht, wo ich den wunderbaren Menschen Shamsher Gilani kennenlernen und seine gesamte Anlage persönlich bestaunen durfte.

Grundrecht der Kinder auf Bildung

Gemäss der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen  (Art. 26 als auch Art. 28 der Kinderrechtskonvention) ist das Recht auf Bildung ein fundamentales Recht für alle Menschen. Und Art. 28 der Genfer Flüchtlingskonvention schreibt den Zugang zum Unterricht in Volksschulen auch für Flüchtlinge vor.

Konvention über die Rechte des Kindes

 

Erst durch Bildung ist die Verwirklichung weiterer Menschenrechte möglich!

Bildung ist der Schlüssel gegen Armut

263 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit besuchen immer noch keine Schule. Bildung ist die Fähigkeit zur Selbstbestimmung und damit die Option für ein selbstbestimmtes Leben. Allein schon mit Bildung wie Schreiben und Rechnen bekommt man die Chance auf eine Ausbildung, einen Arbeitsplatz und ein regelmässiges Einkommen.

 

Laut der UNESCO könnte die weltweite Armut um 12% sinken, wenn alle Kinder in Entwicklungsländern allein Grundkenntnisse im Lesen und Schreiben besitzen würden (Deutsche Kurzfassung).

Bildung schärft soziale Kompetenzen

Demokratie, Toleranz und Akzeptanz haben ihren Nährboden in der Bildung. Ökologisches Verhalten ebenso. Frauen und andere diskriminierten Gruppierungen erlangen mehr Rechte in gebildeten Gemeinschaften. Laut UNESCO wären in der südlichen Sahara 14% weniger Mädchen schon mit 15 Jahren verheiratet, wenn sie die Primarschule abgeschlossen hätten. Mit einer Sekundarschulbildung sogar 64%.

 

Und mit jedem Jahr zusätzliche Schulbildung sinkt laut Aidsfocus das Risiko einer Ansteckung mit HIV (Aids Fokus).